passage

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23. Dezember 2013

Masse und Einzelner

Lese ein Buch von Jaspers aus dem Jahre 1932. (Die geistige Situation der Zeit) Ein Dokument der philosophischen Auseinandersetzung mit der Zeit der deutschen Geschichte zwischen den Weltkriegen: die Sicht eines Existentialisten.

22. Dezember 2013

Stille

Nun kommen wieder die stillen Tage, selbst in der Stadt. Die Räder stehen zwar nicht still, aber alles geht mit einem Male langsamer.

7. Dezember 2013

Vertrauen als Kapital

Die Banken haben das Vertrauen in der jüngsten Bankenkrise verspielt, so heißt es in der Presse an allen Ecken und Enden. Nun soll es wieder hergestellt werden. Die Vorschläge sind zahlreich. Da wird einem leicht schwindelig vor so viel Anspruch und so wenig Wirklichkeit.

3. Dezember 2013

Mimesis der Natur

Was für ein Ideal des antiken Denkens! Wann und wodurch verliert es seine Bedeutung? Vielleicht erst in einer Welt, die zum Inbegriff unendlicher Möglichkeiten geworden ist? Das heißt nicht, dass dieses Ideal auch für unsere Zeit in Frage kommt. Es hat wohl seine Relevanz unwiderruflich verloren. Aber interessant sind schon diese Übergänge und die Veränderung der Bedeutung, die die Natur dabei erfährt.

28. November 2013

Blechlawinen

Unter diesem Wort kann man sich sofort etwas vorstellen. Jeder kennt sie, so nehme ich einmal an. Es ist allerdings eine Lawine, die nicht immer rollt. Wenn sie einmal nicht rollt, breitet sich eine merkwürdige Unruhe aus.

19. November 2013

Technisierung als Prozess

Worin besteht das Problem der Technisierung? Blumenberg versucht eine Antwort zu geben. Lesenswert: Hans Blumenberg, Lebenswelt und Technisierung in: ders., Wirklichkeiten in denen wir leben. Oder sollte dieser Prozess, nur der >natürliche< Ausdruck des Menschen sein, da der Mensch ein homo faber ist?

8. November 2013

Der Tunnelblick

Der Tunnelblick ist in Mode. So kann man vorwärts stürzen ohne gestört zu werden.  Man blendet sozusagen ab; zieht die 'Scheuklappen' über. 

29. Oktober 2013

Datensammelräume

Führt nicht das blinde Anhäufen von Daten in den Datensammelräumen letztlich zu einer Entmündigung des Einzelnen? Wer soll denn hier wen eventuell kontrollieren können? Wird nicht so dem Missbrauch der Macht in Gegenwart und Zukunft Tür und Tor geöffnet?

21. Oktober 2013

Das Prinzip Verantwortung

Zwei Fragen: 
1.Was versteht Hans Jonas unter einer Ontologie der Zeit?(Hans Jonas, Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technische Zivilisation)
2. Kann man mit einem solchen Ansatz, eine Ethik der Verantwortung in der Moderne begründen?

10. Oktober 2013

Romantische Phantasie

Bekanntlich flog Ikarus mit seinen künstlichen Flügeln zu hoch hinaus; das kann man wohl auch mit den Flügeln der Phantasie.

7. Oktober 2013

Lebenswelt und Wissenschaftswelt

Was für eine Opposition: Lebenswelt und Wissenschaftswelt. An dieser Entgegensetzung entzündete sich wohl die Bewegung der Romantik. Wie aber wurde diese Entgegensetzung erfahren?

19. September 2013

Beschädigtes Leben

Reflexionen aus dem beschädigten Leben. So heißt der Untertitel von Adorno's 'Minima Moralia'. Ein Versuch, die Bedeutung einer Philosophie subjektiver Erfahrung auf seine Art hervorzuheben. Aber warum ist die Lehre vom richtigen Leben kein Gegenstand der Philosophie mehr, so wie er das behauptet?

1. September 2013

Affektierte Darstellung

Warum das Gefühl als Schauspieler affektiert darstellen, wenn man es doch hat? Vorausgesetzt, man hat es. Die Frage könnte man auch an die unzähligen alten und jungen Schauspieler im weltweiten Netz stellen. Die affektierte Darstellung von sich und seinen Talenten scheint sich in den modernen Datensammelräumen auszubreiten.

30. August 2013

Sommerpause

Einmal ein paar Wochen Luft holen, wieder atmen lernen. Das gilt auch für die Gedanken. Einfach die Sachen, die einen bedrücken einmal sich richtig setzen lassen.

20. August 2013

In der wirklichen Welt

In der 'wirklichen Welt' bin ich eine Lehrerin, schreibt eine Thru-hikerin auf dem Continental Divide Trail, sozusagen auf der letzten Etappe. Warum wohl diese kaum merkbare Distanz zu ihrem Traum, den sie ja schließlich gelebt hat, der ja Wirklichkeit geworden ist? Warum sagt sie nicht: vom Beruf her, bin ich Lehrerin?

11. August 2013

To push or not to push?

Wo ist das die Frage?

Das ist für 'wired' die Frage auf dem Continental Divide Trail. Sie merkt, etwas stimmt da nicht, so wie sie im letzten Teil des Trails beschleunigt, als ginge es darum einen Endspurt einzulegen. Warum nur? Warum freut sie sich nicht mehr und lässt sich ein wenig mehr Zeit in dieser schönen Landschaft?

siehe:
to push or not to push


10. August 2013

Bedeutung des Augenblicks

Gewinnt bei Kierkegaard der 'Augenblick' eine unendliche Bedeutung?
Das behauptet Odo Marquard.(Der Einzelne. Vorlesungen zur Existenzphilosophie)
Aber was heißt das? 

4. August 2013

What the world needs

Don’t ask yourself what the world needs, ask yourself what makes you come alive. And go do that. Because what the world needs are people that have come alive.
- Harold Whitman


schreibt Rockin' in ihrem CDT Tagebuch am 2.8.13


Das erinnert ein wenig an Gehlen und seine reine 'Selbsterhaltungsphilosophie'

1. August 2013

Die Zeit fliegt

'I had great fast Internet again and was able to get lots done while walking the road' schreibt 'wired' am 31.7.  während sie auf dem CDT  Trail wandert. Sie läuft, müsste man besser sagen, daneben geht man halt noch ins Internet und schreibt seinen Blog.

21. Juli 2013

Amerikanische Ungleichzeitigkeit



Vorne im Bild 'sweetfish', ein Thru-hiker auf dem Continental Divide Trail, irgendwo in Wyoming(Great Divide Basin)

Er trifft auf eine Gruppe Mormonen, auf den Spuren ihrer Vorfahren, auf dem 'Oregon Trail'. Es gab für ihn zu Trinken und zu Essen.

Näheres auf dem lesenswerten Blog von 'drop-n-roll'(CDT-Tagebuch), der mit viel Phantasie gestaltet ist.
siehe:

drop-n-roll

20. Juli 2013

Leitungswasser in Wien

In so manchem Wiener Cafe kostet jetzt das Glas Leitungswasser etwas.(etwa 2 Euro) Zum Kaffee allerdings gibt es noch ein Glas umsonst.

18. Juli 2013

Balls and Sunshine

Vater und Tochter(14 Jahre) auf dem Continental Divide Trail 2013. Was für ein Team. Gerade überschreiten sie die Grenze nach Wyoming und verlassen Colorado.

siehe
Balls and Sunshine


und hier sind beide in Aktion: 'fording a river' auf dem PCT 2011.
Don't panic. 'Sunshine' ist in diesem Clip 12 Jahre alt.

Balls and Sunshine fording a river

7. Juli 2013

Zeppelin

Ein Fahrgast eines Zeppelins sagt als er danach gefragt wird, was ihm an dem Flug gefallen hat: Man spürt beim Flug keine Beschleunigungskräfte, es ist ein Schweben.

5. Juli 2013

Tiere und Langeweile

Tiere können keine Langeweile empfinden. So vermutete man in der 'Aufklärung'. Und warum bitte? Die Antwort war: Weil sie keinen Geist besitzen.

24. Juni 2013

Der Einzelne

So heißt ein Buch von Odo Marquard, das soeben erschienen ist. Eine wirkliche Überraschung, seine Vorlesungen über die Existenzphilosophie. Wie fremd wirkt das Thema und ist doch aktuell.

11. Juni 2013

Wiffer in Silverton, Colorado

Bei Wiffer (Wiffer house) in Silverton, Colorado gibt' für die Thru-Hiker Hausmannskost. Man kann vom Stoney Pass (CDT-Trail) anrufen und wird nach Silverton gefahren.Jeep, Farbe orange.


Gogi and Wiffer

7. Juni 2013

Don't Panic

'Don't Panic' läuft gerade auf dem Continental Divide Trail(USA). Was für ein schöner Trail Name.

2. Juni 2013

Was Neues gefällig?

Ort: Baustelle der 'Neuen Uni-Bibliothek' Marburg.

Ein Gespräch, ein junges Paar:

Sie: Warum haben sie den die alten Gebäude abgerissen?

Er: Da kommt was Neues hin!

Sie: Aber man kann doch nicht einfach solche alten Gebäude einreissen.

Er: Doch,doch!



27. Mai 2013

Slow Time

In Wiesbaden gibt es jetzt ein Cafe 'Slow Time'. Eine Minute Aufenthalt kostet 5 Cent. Das Essen und Trinken nichts.
Ich sehe die Gäste in meiner Phantasie vor mir, wie sie möglichst viel in wenig Zeit verschlingen wollen. Vielleicht eine halbe Torte in 5 Minuten?

15. Mai 2013

Ob die Seele auch nachkommt?

Man sollte in der Geschwindigkeit laufen, so dass die Seele auch nachkommt. Die Maxime eines Volksstammes in Afrika(Quelle:Achill Moser, Der Wüstenwanderer, WDR-Fernsehen 14.5.13)
Fremd klingt das für unsere Ohren. Aber trifft das auch auf die Erfahrung zu, die hier ausgedrückt wird? Was auch immer das Wort 'Seele' in diesem Kulturkreis bedeuten mag.

12. Mai 2013

Ein Treff in Pie Town

me= 'wired'

Ein Gruppenerlebnis besonderer Art. Thru-hikers treffen sich in Pie Town, in der Weite von New Mexico(USA). Im Hintergrund das sogenannte 'The Toaster House' von Nita. Ein seltenes Photo auf dem Continental Divide Trail.

11. Mai 2013

Pie Town

Ein schöner Name für einen Ort, irgendwo in New Mexico(USA) in einem weiten Land, allerdings mit vielen Schildern.('where ranchers have a lot of no trespassing signs',  'wired') Der Ort selbst liegt auf der Route des CDT.

5. Mai 2013

Der Fortschrittsexpress

Mitfahren können allerdings in der Regel keine Bedenkenträger, sondern nur Hoffnungsträger. Man möchte schnell ans Ziel kommen.

30. April 2013

A nero day

Für einen 'thru-hiker' ist in den USA ein 'nero' Tag ein verkürzter 'zero' Tag. Man gönnt sich aus welchen Gründen auch immer keinen vollen Tag, um sich auszuruhen. So erfindet die Sprache einen Ausdruck für den Wunsch Zeit zu sparen.

28. April 2013

I'm going to try


'I'm going to try not to overdo it.' Ein Satz von 'wired'. die gerade den Continental Divide Trail(CDT) begonnen hat. (3100 miles)

siehe:

walking with wired

5. April 2013

Beschleunigung und Selbstüberforderung

Führt die wachsende Beschleunigung der technischen Welt nicht zu einer Selbstüberforderung des Menschen und zu einer Erschöpfung der Natur, so wie das Hans Blumenberg meint? (Blumenberg, Höhlenausgänge)

1. April 2013

Ein Gespräch auf dem Appalachian Trail

Kurz vor dem Ziel, das Ziel sozusagen vor Augen nach 2000 Meilen.

Er: Ich fände es besser, wir hätten noch viel mehr vor uns

Sie: Es ist das Ende eines großen Erlebnisses in unserem Leben, etwas an das wir uns immer erinnern werden.


18. März 2013

Atmosphäre 2



Sind nicht Atmosphäre 2 und Atmosphäre 1 ähnlich? Was drückt sich in ihnen aus? (Vgl. mein Blogeintrag 'Atmosphäre' 1 vom Februar) Was für ein Schein wird hier hergestellt?

15. März 2013

Alles hat seine Zeit

Ein beliebter Satz, besonders beim Abschied und Gottesdienst.
Aber stimmt dieser Satz, oder haben nur die natürlichen Dinge ihre eigene Zeit?

11. März 2013

Keine Panik

Auf der Google Suchseite von heute. Dort gibt es eine Tafel, die sich wohl in einem Raumschiff befindet. Auf ihr steht mit einem Pfeil als Hinweis: Keine Panik. Für wen steht dieser 'blinkende' Satz? Vielleicht für Leute, die in ihren Träumen von der Erde weggeflogen sind?

4. März 2013

Die Sonne scheint

Die Sonne scheint. Das ist nach Gernot Böhme eine Beschreibung und nicht etwa eine Definition. Für welche Erfahrung ist dieser Unterschied von Bedeutung?

22. Februar 2013

Atmosphäre 1

Was für eine Atmosphäre drückt dieses Bild aus?
Ein Vakuum? Aber wohl nicht wegen der fehlenden Luft.



18. Februar 2013

Erin auf dem PCT

Erin Saver auf dem Pacific Crest Trail 2011.

So groß ist ihre Freude! Ihr Trailname ist 'wired'.




Webseite: Erin Saver



12. Februar 2013

Gegenwartsbewusstsein

Gegenwartsbewusstein ist nach Gernot Böhme durchaus verschiedenen vom Bewusstsein des Augenblicks. Es ist eine Art begleitendes Bewusstsein. In diesem Sinne kann ein Tag oder ein Jahr usw. als Gegenwart erfahren werden.(aus der Sicht eines Phänomenologen).

4. Februar 2013

Mt. Whitney

Ein Berg in der südlichen Sierra Nevada, auf dem PCT.
Ich lese in einem Blog, dass man dort mit dem iPhone eine Netzverbindung hat.

3. Februar 2013

28. Januar 2013

Befreiung von der Zeit

Man kann sich die Befreiung von der Zeit nur als eine Befreiung vom Leben vorstellen. Schreibt Cioran in dem 'Buch der Täuschungen'. Die Betonung liegt auf 'Vorstellen'.

24. Januar 2013

Angelus Novus



Das Bild ist von Klee. 'Angelus Novus'. Lange Zeit war es im Besitz von Walther Benjamin. Für den überzeugten Fortschrittsgläubigen: Der Fortschritt ist auch eine Geschichte der Katastrophen.

17. Januar 2013

'Ich habe keine Zeit'

Auch wenn der Zug schon weg ist, man hat keine Zeit bzw. Zeit zu haben.(im übertragenen Sinn gilt das auch für das eigene Leben) Die Darstellung der Geschäftigkeit in allen möglichen Lebenslagen wird zur Auszeichnung.  

9. Januar 2013

Wie ein Augenblick

'Das Leben vergeht wie ein Augenblick, und er möchte sich hinlegen und schlafen!', sagt Stolz, ein Freund von Oblomow vorwurfsvoll.(Gontscharow, Oblomow, 519) Oblomow kämpft ständig gegen seine Trägheit und verliert, mit und ohne Unterstützung.

2. Januar 2013

Was sich Olga wünscht

Was sich Olga wünscht? Oblomow vom Dösen zu befreien. Daher schmiedet sie einen Plan. Man lese 'Oblomow'.

1. Januar 2013

Ein kurzer Sturz

Man kann nur hoffen, dass der Sturz von der Fiskalklippe nur ein kurzer sein wird. Was nicht so sicher ist, denn die Amerikaner lieben bekanntlich grelle Farben, aufregende Vorgänge und alles, was das Nervensystem beunruhigt.